Frauenland – Männerland

jenseits des Patriarchats

Ein dialogischer Vortrag von Alexandra Schwarz-Schilling und Gandalf Lipinski

 „Im Spannungsfeld von Selbst- und Weltwahrnehmung wird es von ausschlaggebender Bedeutung sein, ob wir zwischen dem System Patriarchat und „den Männern“ sowie auch zwischen Matriarchat und „den Frauen“ unterscheiden können oder nicht.

Dies wird aber nur gelingen, wenn wir den fundamentalen Unterschied der beiden Zivilisationsformen von Matriarchat und Patriarchat auch auf der historischen, politischen und anthropologischen Ebene gründlicher reflektieren als das heute üblich ist.

Gerade wenn unser Anliegen eine neue Liebeskultur, soziale „Wärmeräume“ und die Entwicklung wirklich zukunftsfähiger Gesellschaftsformen ist, scheint es uns unabdingbar, auch unser kollektives „So geworden Sein“ zu reflektieren. Wenn wir uns nicht permanent emotional überfordern und geistig unterfordern wollen, sollten wir lernen, die Polarität Frau – Mann von der Dualität Matriarchat – Patriarchat zu unterscheiden.

Mann- und Frau sein an sich ist eine Polarität, die unser gemeinsames Mensch sein begründet, belebt und erotisiert. Patriarchat und Matriarchat dagegen sind diametral entgegengesetzte Zivilisationen, eine Dualität, die aus der Geschichte resultiert und somit von uns veränderbar ist. Patriarchat basiert auf Herrschaft, Matriarchat auf Gemeinschaft.“

Ein Abend aus zwei Vorträgen. Sie werden zum Dialog und weiten sich vom Podium zum Publikum. Der Boden wird bereitet, auf dem Erkenntnis gedeihen und wirken kann. Frauen und Männer können sich entscheiden, gemeinsam Zukunft zu gestalten.

Drei Stunden für Gruppen, Teams und Organisationen, aber auch einzelne Frauen und Männer, die den „Blick auf´ s Ganze“ wagen wollen.

Die Referenten:

Alexandra Schwarz-Schilling, geboren 1964, Studium der Anthropologie, Ethnologie, Diplom-Betriebswirtin, Diplom Psychologin, Gründerin und Geschäftsführerin der Coaching Spirale in Berlin, Buchautorin, LehrCoach mit internationaler kulturübergreifender Erfahrung, Anbieterin einer Coaching Ausbildung, Gründerin von Living Gaia, einem holistischen Heilungsbiotop in Alto Paraiso, Brasilien.

Gandalf Lipinski, Schauspieler, Regisseur, und Theatertherapeut; seit 30 Jahren Natur- und Gemeinschaftserfahrung; Dozent für tiefenökologische und politische Erwachsenenbildung, sowie systemorientierte Theatersoziotherapie; Sozial-Visionär. Er hat das Theater auf der Suche nach den gemeinsamen Ursprüngen von Kunst, Religion und Heilung bis zu seinen Wurzeln zurückverfolgt. Seit über 30 Jahren erforscht er von dort aus auch die Geschichte unserer kollektiven Traumatisierung durch das Patriarchat. Die daraus erwachsenden Wege zu individueller und kollektiver Selbstermächtigung lehrt und vermittelt er in der Erwachsenenpädagogik wie auch in seiner künstlerischen und therapeutischen Theaterarbeit.

 

Ablauf:

 

10 Minuten emotional, sinnlich im Raum ankommen

30 Minuten Einführungsvortrag 1 (Alexandra: Anthropologie der Erotik)

30 Minuten Einführungsvortrag 2 (Gandalf: Historie und Matriarchat)

30 Minuten Doppelrunden dazu

10 Minuten Vortrag 2 von Alexandra (zyklisches und lineares Weltbild)

10 Minuten Vortrag 2 von Gandalf (der Umsturz zum Patriarchat)

10 Minuten Vortrag 3 von Alexandra (Zerstückelung des Weiblichen)

10 Minuten Vortrag 3 von Gandalf (Patriarchat)

10 Minuten Verdichtung im Dialog (Selbstbilder von Mann und Frau)

30 Minuten Gespräch im Plenum

 

 

Lisa Whistler
http://demolink.org